Online ohne Grenzen

Zitat:  
Die Dichte an öffentlich zugänglichen WLAN-Netzwerken, sogenannten Hotspots, nimmt stetig zu. Neben den vielen Vorteilen birgt der lokale kabellose Internetzugang aber auch einige Gefahren.
MM, 22.09.2008
Felix Raymann
 Mirror 1  
 

Sei es im Cafe, am Flughafen oder im Hotel – und neuerdings gar beim Coiffeur, auf der Parkbank und im fahrenden Zug: Die Orte, an denen man über WLAN ins Internet gelangt, werden immer mehr. Da heute fast jedes Notebook eine WLAN-Funktion bietet, die per Knopfdruck aktiviert werden kann, steigen die Chancen für Notebookbesitzer, unterwegs einen sogenannten Hotspot zu finden – also eine öffentliche WLAN-Zone. In den Zentren einiger Schweizer Städte wie Luzern, St. Gallen, Köniz BE oder Baden AG wird der kabellose Internetzugang sogar von Stadtregierungen und öffentlichen Institutionen angeboten.

Solche WLAN-Zonen können meistens kostenlos genutzt werden. Viele Hotspots auf Flughäfen, in Hotels oder manchmal auch in Restaurants sind hingegen kostenpflichtig. Je nach Betreiber des Hotspots wird per Kreditkarte oder über das Handy- oder Festnetz-Abo abgerechnet. Bei Swisscom kostet eine Stunde surfen beispielsweise vier Franken. Am Flughafen Zürich, wo verschiedene WLAN-Anbieter ihre Netze anbieten, zwischen 4 und 8.90 Franken.

Immer mehr Geräte können ins Internet
Nicht nur Notebooks, auch immer mehr Handys sind WLAN-tauglich. So gelangt man etwa mit dem iPhone und diversen Smartphones und Business-Handys auf dieselbe Art ins Internet. Auch andere Kleingeräte wie Multimediaplayer oder die Playstation Portable (PSP) funken heute über WLAN. Für eine grosszügige Darstellung der Websites reichen die kleinen Handy-Displays allerdings nicht aus, doch weil die installierten Internetprogramme (Browser) in diesen Geräten immer komfortabler werden, klappt das mobile Surfen heute bereits ganz gut.

Handys haben im Gegensatz zu den meisten Notebooks den Vorteil, dass sie, falls kein WLAN zur Verfügung steht, auch über das Mobilfunknetz ins Web gelangen und E-Mails herunterladen können. Denn oft, wenn man einen Hotspot sucht, ist gerade kein WLAN weit und breit. Damit die Daten auch über das Handynetz schnell fliessen, nutzen diese Handys UMTS- oder HSDPA-Technik. Aber Vorsicht: Bei diesem Webzugang können hohe Kosten entstehen, wenn das Handy-Abo nicht über eine Datenpauschale verfügt.

Verzeichnisse für Schweizer Hotspots
Wie findet man WLAN-Hotspots? Sitzt man zu Hause oder im Büro am PC, kann man dies relativ einfach herausfinden, obschon es kein umfassendes Verzeichnis für alle Schweizer Hotspots gibt. Möchte man beispielsweise wissen, ob sich in der Nähe des Wohn- oder Arbeitsorts, am Ferienort oder in nahe gelegenen Cafes ein öffentlicher WLAN-Zugang befindet, konsultiert man Online-Hotspotverzeichnisse:
Auf swiss-hotspots.ch sind fast 1500 Schweizer Hotspots aufgeführt, wovon rund 460 kostenlos nutzbar sind. Weitere Listen findet man auf hotspot-locations.ch (auch fürs Ausland), hotspot.ch, monzoon.net oder auf www. swisscom-mobile.ch. Natürlich hilft auch eine Google-Suche, um Hotspots zu finden. Ist man mit dem Notebook oder mit dem Handy unterwegs und möchte herausfinden, ob man sich in einer WLAN-Zone befindet, klickt man auf dem Bildschirm die Funktion Netzwerke an, worauf die verfügbaren Netze angezeigt werden.

Befindet man sich in dicht besiedeltem Gebiet, listet das Gerät oft mehrere Netze auf. Davon sind allerdings viele mit einem Passwort geschützt und somit nicht öffentlich zugänglich. Meistens handelt es sich hierbei um private Netze oder solche von Unternehmen. Mit etwas Glück ist aber auch ein öffentliches WLAN mit dabei. Schneller geht die WLAN-Suche mit einem sogenannten WLAN-Finder – einem kleinen Gerätchen, das über seine Lämpchen anzeigt, ob und wie stark ein lokales Netz funkt. Diese Funktion bieten sogar T-Shirts mit eingebautem WLAN-Sensor. Mehr als anzeigen, ob ein Netz verfügbar ist oder nicht, können diese Gadgets allerdings nicht. Man weiss damit also noch nicht, ob ein WLAN öffentlich oder privat ist und ob man ein Passwort braucht oder nicht.

Illustrationen: Alex Macartney

Infos über öffentliche Netze
Luzern und St. Gallen: luzern.org, openwireless.ch