Info – Wie können wir eine Gemeindepartnerschaft eingehen

Übersicht

Wie kann ich als Gemeinde / Stadt eine Partnerschaft eingehen?
In erster Linie muss ein gemeinsames Interesse an einer Sache vorhanden sein.

Welche Sache? Ich nehme das Projekt "OLPC / Ondalivre", Schulen in Schwellen-/ Entwicklungsländern ans Internet als Beispiel.

OLPC / Ondalivre ist einerseids eine weltweite Bewegung, andererseids stehen dahinter Menschen aus verschiedenen Kulturen mit Ideen, Visionen und einer Mission. OLPC / Ondalivre ist real, es existiert – es lohnt sich, ein zweites Mal genauer hinzuschauen, um die versteckten und feinen Details genauer erkennen zu können. OLPC / Ondalivre wird nach einer langen Pilotphase in Zukunft mit verlässlichen Partnern zusammenarbeiten. Schweizer Gemeinden und Städte können eine Gemeindepartnerschaft eingehen.

Interessiert? Melden Sie sich. Sie erhalten von uns anschliessend kein Konzept, denn sämtliche Informationen sind online einsehbar. Klicken Sie sich durch unser Angebot – Ihre Leute werden begeistert sein. Laden Sie uns ein, sehr gerne machen wir eine Präsentation. Als Ort und möglichen Zeitpunkt, wie wär's bei Ihrer nächsten Gemeindeversammlung?

Beispiel – Partnerschaft mit einer Schweizer Gemeinde und Barra Bonita (Brasilien)
von Stefan Rovetto, Präsident X-Event (Designosophie)

Sich austauschen können, ohne physische Präsenz zu sein, über Grenzen hinweg, ja – über Kontinente hinweg, dafür braucht es Ondalivre. Ondalivre ist das ideale technische Medium für eine nachhaltige Integration in jeder Hinsicht. Kommunikationsinfrastrukturen werden nach partizipativem Ansatz von Menschen für Menschen gebaut. Vielen ist der Zugang zu Informationsportalen versperrt, haben nicht das nötige Wissen oder das Geld dafür. Ondalivre ermöglicht den Zugang zu Wissen für ganze Stadtregionen. Rund um Ondalivre kann jeder und jede teilnehmen, egal welcher Gesellschaftsschicht die Person angehörig ist.

Weshalb eine Partnerschaft?
Eine Partnerschaft einerseids ist dazu da für die Finanzierung, andererseits stehen Menschen im Zentrum des Geschehens. Investiert wird je nach Partnerschaftsmodell

  • in die Sprachausbildung
  • in die Nachhaltigkeit zur Aufrechterhaltung von Kommunikationskanälen
  • in Bildungspartnerschaften – oder
  • in OLPC / Ondalivre, für den uneingeschränkten Zugang zu Wissen

Ab wann gilt eine Partnerschaft?
Sobald ein Zusammenarbeitsvertrag und ein Finanzierungsschlüssel ausgehandelt und unterzeichnet worden ist, besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Barra Bonita und der Gemeinde / Stadt "Schweiz" und wird als solches der Öffentlichkeit gegenüber kommuniziert.

Was beinhaltet ein Zusammenarbeitsvertrag?
Ein Zusammenarbeitsvertrag und die Leistungsvereinbarung zwischen der Partnergemeinde und dem Auftragnehmer regelt den Leistungsbereich und die Jahresziele. Qualitätsindikatoren sind mess- und überprüfbar.

Finanzielles
Für das Projekt oder für das ICT-Mentoring ist im Budget der Gemeinde / Stadt "Schweiz" jährlich ein fix definierter Struktur-/ Projektbeitrag reserviert. Ein (Haupt-) Sponsor, bzw. der Projektpate oder der Projektteilnehmer kann mithelfen, die Kosten zu tragen.

Reger Austausch
Gastbesuche aus beiden Lagern klären die jeweiligen Bedürfnisse und Möglichkeiten ab. Ein internationaler Erfahrungsaustausch ist eines der Ziele des Projekts, ohne physische Präsenz der Personen. Genau dieser Umstand kann diese Partnerschaft derart einmalig machen, denn sie dauert an, sie trägt, sie vermittelt nachhaltig Gefühle, Bedürfnisse und Andersartigkeiten. Das verstehen wir unter Integrationsarbeit.

Hilfe zur Selbsthilfe
Das Ziel der Partnerschaft ist, dass sich beide Parteien in denjenigen Bereichen unterstützen, wo Hilfe gemäss Partnerschaftsvertrag gewünscht wird, sei es finanzieller Art oder mit fachlichem Know-how. Die Partnerschaft beruht in jedem Fall auf Gegenseitigkeit. Die Gemeinde / Stadt "Schweiz" kann viel von den Menschen aus fremden Kulturen lernen und profitieren, wie zum Beispiel von der beeindruckenden Gastfreundschaft und Herzlichkeit oder der kulturellen Vielfalt. Beide Parteien haben zum Ziel, die Partnerschaft in der Bevölkerung zu verankern und Privatpersonen an der Verwirklichung der (Folge-) Projekte zu beteiligen.

Integration Services lernen, verändern und mitgestalten
Gemeinsam werden Integrationskonzepte rund um OLPC / Ondalivre erarbeitet, Ziele definiert und Visionen gehegt. In Zusammenarbeit mit der ansässigen Bevölkerung werden Projekte nach partizipativem Ansatz geplant und durchgeführt. Es steht in der Verantwortung der einzelnen Personen, Gruppierungen (Schulen, Institutionen), diesen Prozess unter Einsatz ihres Potenzials, ihrer Ressourcen und ihrer Bereitschaft zu Veränderungen, aktiv zu gestalten und zu fördern.

Integrationsangebote sind bedarfsgerecht und zielgerichtet. (Teil-)finanzierte Infrastrukturen, virtuelle Portale dienen schwergewichtsmässig dem Informationsaustausch und der Vernetzung. Existieren Anlaufstellen privater Anbieter, gibt es öffentliche Angebote vor Ort, welche die Bevölkerung in Anspruch nehmen kann, wird die Koordination und Kooperation zielgerichtet unterstützt.

Sein Gegenüber verstehen, sich mit eigenen Worten ausdrücken können, für viele Ausländer und Schweizer ist das keine Selbstverständlichkeit. Ein Durchschnittsschweizer versteht deutsch, französisch und englisch. Wer kennt die portugiesische Sprache? Wer versteht und kennt die Sorgen und Ängste der in der Schweiz lebenden Menschen aus Brasilien, ein Land, das grösser ist als Europa. Verstehen, sich ausdrücken können. Migranten und Migrantinnen werden motiviert und im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt, Sprachen lernen zu können. Das ist das A und O, etwas elementar Wichtiges. Schweizer und Schweizerinnen erhalten im Gegenzug uneingeschränkten Zugang zu brasilianischem Wissen, das ihnen sonst verborgen bliebe.

Best - Practice - Szenarien – werden laufend gesammelt und online verfügbar gemacht.

Projektskizze OLPC / Ondalivre
Konzeptbeispiel OLPC / Ondalivre – für die Schweizer Partnergemeinde (Suisse Commune)
Projektskizze lesen

Themenlinks
Es gibt viele Schweizer Gemeinden, die mit Partnergemeinden durch eine Partnerschaftsurkunde verbunden sind
Gemeindepartnerschaftenangebote
Ittigen – Partnerschaft mit Dobrusch (Weissrussland)
Stadt Thun – Partnerschaft mit Gabrovo
Liste der Gemeindepartnerschaften zwischen Schweizer- und ausländischen Gemeinden

Share/Save/Bookmark